Siele & Schöpfwerke

Für eine zuverlässige Binnenentwässerung greift eins ins andere. Von den Schöpfwerken und Sielen über die Vorflut bis zum allgegenwärtigen Schloot muss alles zusammenpassen. Das Nadelöhr der Binnenentwässerung ist bei uns an der Küste der Deich. Durch ihn hindurch muss das Wasser sicher in die See gebracht werden. Ein Drittel des Verbandsgebietes liegt unter Normalnull (NN). Aufgrund dieser geografischen Verhältnisse müssen wir die niedrigsten Pegelstände im Nordwesten Niedersachsens einhalten, nämlich in den Wintermonaten NN – 1,40 m und in den Sommermonaten NN – 1,27 m.

Das Mündungsschöpfwerk Knock wurde im Jahr 1969 in Betrieb genommen. Das Wasser aus dem südlichen Verbandsgebiet wird über die Hauptvorflut, dem Knockster Tief, zum Hauptschöpfwerk Knock befördert. Über zwei Sielzüge und vier Pumpen mit einer Förderleistung von je 15 m³/s entwässert es verlässlich ein Einzugsgebiet von etwa 35.000 Hektar und lässt gleichzeitig die See nicht ins Binnenland.

Das Mündungsschöpfwerk Greetsiel wurde im Jahr 1957 in Betrieb genommen. Die drei Pumpen haben eine Förderleistung von je 4,5³/s. Das Alte Siel (Baujahr 1798) und das Neue Siel (Baujahr 1891) konnten mit dem Plan zum Küstenschutz Leybucht im Jahr 1996 wieder geöffnet und in Betrieb genommen werden. Über die Hauptvorfluter Altes Greetsieler Sieltief und Neues Greetsieler Sieltief wird das Wasser aus dem nördlichen Verbandsgebiet zum Hauptschöpfwerk Greetsiel und seinen Sielen befördert. Das Einzugsgebiet beläuft sich auf etwa 11.000 Hektar.

Der I. Entwässerungsverband Emden betreibt und unterhält 22 Unterschöpfwerke, deren Einzugsgebiet sich auf etwa 10.500 Hektar beläuft. Gewissermaßen als Zuarbeiter wirken diese 22 Unterschöpfwerke. Sie entwässern ein Viertel des Verbandsgebiets, vor allem weite Teile der unter Normalnull (NN) gelegenen Flächen.

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