Wenn es viel regnet, wird eben mehr gepumpt? So einfach funktioniert die Binnenentwässerung leider nicht. Jedes Rädchen im komplexen Netz der Entwässerung greift ins andere. Deshalb muss eine verlässliche Binnenentwässerung immer das Ganze im Blick nehmen. Seit den 2000er Jahren setzt der Verband dafür das neue Wassermanagement um. Es sorgt zum einen zum Einhalten der Sommer- und Winterpegelstände. Zum anderen berücksichtigt es besondere Anforderungen des Naturschutzes. Wie beides in Einklang gebracht werden kann, zeigt das Große Meer.

Als größter Ostfriesischer Binnensee dient das Große Meer mit einer Wasserfläche von ca. 350 Hektar dem Verband als wichtiger Speicher. Gleichzeitig bietet das Große Meer vielen Tieren und Pflanzen eine Heimat, gerade im Schilfgürtel. Damit dieser bei den notwendigen niedrigen Winterpegelständen nicht trockenfällt, wurden um das Große Meer vier Stauwehre errichtet, die von uns unterhalten und betrieben werden. Nach starkem Regen kann so der Wasserstand im Großen Meer hoch gehalten werden, während der Wasserstand in den Kanälen und Gräben über die Schöpfwerke gesenkt wird. Durch diese Steuerung kann das Wasser außerdem in bestimmten Zeitfenstern nach Starkniederschlagsereignissen im Großen Meer zurückgehalten werden, um die Mündungsschöpfwerke zu entlasten.
Dann laden Sie sich hier die Karte herunter: