Historie

Von Schlooten, Sturmfluten und Schietwetter

Wasser. Davon gibt es in Ostfriesland mehr als genug. Von außen drängt das Meer gegen die schützenden Deiche. Innen durchzieht ein feines Netz an Kanälen, Tiefs und Schlooten die weite Marsch, die Moore und die Geest. In ihm sammelt sich der Regen, der mal mehr, mal weniger vom Himmel fällt.

Der Bau des Ems-Jade-Kanals gab den Anlass zur Gründung des I. Entwässerungsverbandes Emden am 30. April 1879 per Statut des Landes Preußen. Denn durch den Kanal wurde das Gebiet des zuvor für die Entwässerung zuständigen Emder Pegelverbandes, der „Acht mit ihren sieben Sielen“ (gegründet 1801) durchtrennt. In diesem neugeordneten Gebiet übernahm der Entwässerungsverband nun die Binnenentwässerung. Damit Ostfriesland nicht unter Wasser steht – ein Drittel des Verbandsgebiets liegt unter Normalnull –, muss das Wasser hinaus durch die Deiche. Es wird über die Siele und Schöpfwerke abgelassen oder hinausgefördert.

1960 trat das Niedersächsische Wassergesetz in Kraft. Daraufhin wurde der Verband zum 113. Unterhaltungsverband gemäß dem Niedersächsischen Wassergesetz. Über die Entwässerung in den sieben Verbandsbezirken wachen der Obersielrichter sowie sieben Sielrichter. Sie leiten die „Acht“, was sich in Begriffen wie Sielacht oder auch Deichacht wiederfindet und Genossenschaft bedeutet.

Das Verbandsgebiet umfasst einen Einzugsbereich von 49.000 Hektar, der sich über die Küstenlinie von Emden bis Greetsiel, weiter über Leybuchtpolder, Osteel, Leezdorf, Münkeboe, Moordorf bis zur Stadt Aurich und dann entlang des Ems-Jade-Kanals erstreckt.

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